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Jugend gegen Rassismus - Aktionstag 29.9.

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Am 29.9. hat Jugend gegen Rassismus Österreich eine Kundgebung. Um 16:00 bei Mariahilferstraße/Ecke Museumsquartier

In Deutschland findet am 29.9. 2016 ein bundesweiter Schulstreik- und Aktionstag statt, der vom Bündnis Jugend gegen Rassismus veranstaltet wird. In Österreich gibt es ebenfalls ein Bündnis desgleichen Namens, welches sich bis jetzt noch nicht so in das Blickfeld der generellen Aufmerksamkeit stellen konnte. Ein Bündnis für Schüler*innen, Jugendliche und vor allem Antirassist*innen, welches begriffen hat, dass der Kampf gegen Rassismus, jetzt mehr denn je geführt werden muss.

 

In Österreich beteiligen wir uns als REVOLUTION an diesem Bündnis, außerdem ist noch die Junge Linke (JuLi) und Mitglieder der Kommunistische Jugend Österreichs (KJÖ) in Wien vertreten. Die Aktivitäten des Bündnisses werden von Jugendlichen und Schüler*innen getragen, von Leuten mit viel politischer Erfahrung und Menschen, die hier das erste Mal etwas tun wollen. Nach unserer ersten Aktion, eine Demo gegen Rassismus, die zwar nicht groß aber dafür umso kämpferischer war, wollen wir mehr Leute für uns gewinnen und daraufhin arbeiten eine Bewegung in der Jugend gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aufzubauen. Bis jetzt steht von Seiten der KJÖ Wien noch eine offizielle Unterstützung des Bündnisses aus, wir finden das sehr schade, denn wir glauben, dass ein gemeinsames kämpferisches Bündnis nur durch eine aktive Beteiligung der einzelnen Organisationen leben kann. Trotz Arbeit, die für das Bündnis von ihrer Seite erledigt wurde, ist ihr ambivalentes Verhalten sicher nicht förderlich für das Vorankommen dieser Politik. Mit den Strukturen, die die kommunistische Jugend Österreichs hat, ist die Idee einer Ausweitung von Jugend gegen Rassismus andere Bundesländer (derzeit beschränkt es sich ja nur auf Wien) keine allzu unrealistische mehr. Wenn aus dieser kleinen Ansammlung von aktivistischen Jugendlichen und Organisationen mehr werden soll als das, also fähig sein soll eine antirassistische Bewegung auch wirklich anzuführen, wäre diese Unterstützung auf jeden Fall ein unerlässlicher Schritt in die richtige Richtung.

Zusätzlich zu dieser Passivität können wir bei unseren Bündnispartner*innen auch politische Schwächen feststellen mit denen wir uns an dieser Stelle auseinandersetzen wollen. Auf der einen Seite sehen wir bei der Jungen Linken eine Überbetonung der Gefahr des Islamismus und damit einhergehend eine Anpassung an die herrschende anti-muslimische Stimmung im Land. Das drückt sich unter anderem in einer Unterstützung des israelischen Unterdrückerstaates von einigen ihrer Mitglieder aus, die wir zutiefst ablehnen. So klar es ist, dass Antisemitismus in einem antirassistischen Bündnis nichts verloren hat, so klar muss es auch sein, dass eine Verklärung von Israel und seiner Unterdrückungsorgane nichts mit einem Kampf gegen Antisemitismus zu tun hat. Israel sorgt mit seiner Politik der militärischen Besatzung und Unterdrückung für tausende von Flüchtlingen und muss deshalb für jede*n Antirassist*in eine klare Gegner*in sein. Eine fortschrittliche Beantwortung der Flüchtlingsfrage bedarf auch einer Politik, die sich konsequent gegen alle imperialistischen Fluchtursachen stellt.

Als Jugendliche ist uns sicher allen bewusst, wie tief in unsere Gesellschaft Rassismus vorgedrungen ist, nämlich bis hin in unsere Ausbildungsstätten. Vom Lehrer, der die Mitschülerin mit Kopftuch als Beweis für die Unvereinbarkeit des Islams mit der westlichen Gesellschaft vorführt, bis zu der Direktorin die Vorschläge zur Unterstützung von Flüchtlingsvereinen kategorisch ablehnt. Deshalb ist es nicht nur notwendig gegen Rassismus auf die Straße zu gehen, sondern sich auch mit der Thematik des Rassismus und seinen Grundlagen auseinanderzusetzen. Rassismus dient heutzutage auf der einen Seite dazu einen Sündenbock für die existierenden Probleme zu finden und gleichzeitig auch einen gemeinsamen Kampf der von Ausbeutung und Unterdrückung betroffenen zu verhindern. Rassismus hilft dabei ganz klar dem aktuellen System, dem Kapitalismus, zur Stabilisierung.

Wir rufen auch alle linken Jugendorganisationen auf sich an Jugend gegen Rassismus zu beteiligen, denn nur gemeinsam können wir eine Bewegung aufbauen, an der sich Jugendliche nicht nur beteiligen sondern auch an der Gestaltung mitarbeiten können. Wir müssen zu den aktuelle aufgeworfenen Fragen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einen Gegenpol aufbauen, denn aktuelle werden sie nur von rechts beantwortet. Dafür braucht es aber auch Aktionen in den Schulen und auf der Straße, helft mit Jugend gegen Rassismus aufzubauen.



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Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 20. September 2016 um 19:00 Uhr  

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Unsere Treffen finden an jedem Freitag ab 18:00, im Amerlinghaus, Raum 4, erreichbar mit U2/U3 - Station Volkstheater (Stiftgasse 8, 1070 Wien), statt.

 

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