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Kann man Bildung erzwingen?

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Bildungspflicht. In sich bereits irgendwie ein Widerspruch. Bildung ist stets dann am erfolgreichsten, wenn sie freiwillig passiert. Wer sich einfach für den Lernstoff interessiert, oder selbstgesteckte Ziele erreichen will, wird sich viel mehr merken können als wer von Gesetzen, Eltern oder Lehrer*innen dazu gezwungen wird.

Das Ziel das damit scheinbar erreicht werden soll, nämlich ein gewisses Kompetenzniveau bei allen Erwachsenen zu erzielen, ist prinzipiell sinnvoll. Doch jene Beschlüsse die bis jetzt gefällt wurden, können dieses Ziel kaum erreichen. Nach denen soll die 9-jährige Schulpflicht nämlich bis zur Volljährigkeit ausgeweitet werden, wenn gewisse Fähigkeiten noch nicht so weit entwickelt sind wie es ÖVP und FPÖ beschließen.

Hinter Lernschwächen genereller Natur oder Schwächen in einzelnen Fächern können unterschiedlichste Gründe stecken. Und zahllose davon können nicht durch ein paar Jahre mehr Schule gelöst werden. Es müssen dahinter stehende Probleme gelöst, oder zumindest mit anderen Ansätzen gearbeitet werden.

Und weil Zwang ohne Konsequenzen nicht funktionieren kann, wird mit einer Kürzung der Sozialleistungen für Familien, deren Kinder die Bildungspflicht oder andere schulische Pflichten vernachlässigen, gedroht. Dass solche Maßnahmen insbesondere die ärmsten der Armen hart treffen wird, die gleichzeitig darauf angewiesen sind, dass die Kinder schon früh zum Haushaltseinkommen beitragen, als auch auf Sozialleistungen angewiesen sind, ist kein Zufall. Gerade für Schüler*innen mit einer schwierigen familiären Situation wird diese Maßnahme noch einmal mehr Probleme bedeuten. Die zukünftige Regierung ist eine, die nach unten tritt. Das hat sie schon einmal bewiesen. Das beweisen beide Parteien überall wo sie auf Länderebene regieren. Und das beweisen alle bisher veröffentlichten Pläne.

Doch wir wollen nicht getreten werden! Wir wollen qualitativ hochwertige Bildung statt stures Absitzen unserer Schulpflicht oder jahrelanges Nachsitzen! Deshalb gehen wir am Tag der Regierungsangelobung nicht in die Schule, sondern auf die Straße!

Wir treffen uns am Tag der Angelobung um 8.30 bei Landstraße/Wien Mitte zum Schulstreik gegen diese Politik! Sei dabei! Nur gemeinsam sind wir stark!



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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 03. Dezember 2017 um 20:51 Uhr  

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Unsere Treffen finden an jedem Freitag ab 18:00, im Amerlinghaus, Raum 4, erreichbar mit U2/U3 - Station Volkstheater (Stiftgasse 8, 1070 Wien), statt.

 

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