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Schule-Uni-Lehre: Sexismus im Bildungssystem

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Die systematische Unterdrückung der Frau beginnt nicht erst in der Berufswelt, nein! Wir werden schon in frühester Kindheit und besonders in der Schule in ein bestimmtes Rollenbild gedrängt: die Frau, die weniger leisten kann und soll, als der Mann.

Schule

Während Schüler in erster Linie für ihre Leistung benotet werden, werden Schülerinnen auch für ihr Verhalten beurteilt. Schülerinnen werden über diese Benotung verstärkt darauf getrimmt, angemessene Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Mädchen, die durch ihr selbstbewusstes Auftreten auffallen, versucht man permanent in ihre Rolle zurück zu drängen. Auch hängt die spätere Berufswahl stark damit zusammen, dass von Mädchen ein sozialeres Verhalten erwartet wird, als von Burschen, welche, im Gegensatz zu Mädchen in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen stark gefördert werden.

 

Universität

Die Benachteiligung der Frau geht an den Unis weiter. Dies veranschaulicht das Beispiel der Eignungstests der Medizin-Uni in Wien (2006/07). Für den Test bewarben sich 57% Frauen und 43% Männer – aufgenommen wurden 58% Männer und 42% Frauen. Hier werden Frauen systematisch aussortiert. Oft sind die Aufnahmetest auf durch die bürgerliche Gesellschaft anerzogene männliche Stärken ausgelegt – z.B. das räumliche Vorstellungsvermögen.

Die Rate der Doktorandinnen sinkt immer mehr, die Anzahl von Frauen an der Uni – v.a. in sozialen Studienrichtungen - nimmt jedoch zu.

Frauen wird der Zugang zu anderen Bereichen, für die sie angeblich „nicht geschaffen sind“, absichtlich schwer gemacht.

Der Bolognaprozess verschlechtert diese Umstände noch durch mehr Zugangsbeschränkungen und Aufnahmetests, die nicht nur die Unterdrückung der Frau sondern auch soziale Selektion gewährleisten.

 

Lehrlinge

 

Wie in den meisten Bereichen sind Frauen auch als Lehrlinge stark benachteiligt - In "Frauenberufen" wie Friseurin, Hotelfachfrau oder medizinische Fachangestellte liegt der monatliche Lohn im Schnitt mehr als 100 Euro (fast 22%) niedriger als in "Männerberufen". Darüber hinaus haben Männer durchschnittlich drei Urlaubstage mehr als Frauen.

 

Kapitalismus

 

Der Kapitalismus profitiert mehr von Frauen, die zuhause am Herd stehen und ihnen die Kosten für öffentliche Kinderbetreuungseinrichtungen, Waschküchen, etc. ersparen. Er profitiert mehr von jenen Frauen, die sich nicht organisieren, um zum Beispiel eine faire Bezahlung zu verlangen.

Der Sexismus ist dabei ein Werkzeug des Kapitalismus um unsere Klasse, die Klasse der Unterdrückten, die ArbeiterInnenklasse zu spalten und sie am gemeinsamen Kampf zu hindern. Es ist an uns Frauen, uns (gemeinsam mit den anderen Unterdrückten) eine faire Zukunft zu schaffen, dieses System zu bekämpfen und zum Sturz zu bringen. Denn nur im Sozialismus kann der Sexismus, die Frauenunterdrückung endgültig beseitigt werden!

 

Von Ilona und Kathi



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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Mai 2010 um 10:07 Uhr  

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