REVOLUTION

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Start Publikationen Flyer Massaker in Odessa: Kein Vergeben, kein Vergessen

Massaker in Odessa: Kein Vergeben, kein Vergessen

E-Mail Drucken PDF

REVOLUTION-Flugblatt zum Massaker von Odessa (Download als PDF)

In einer früheren Ausgabe dieses Flugblatts ist uns leider ein politischer Fehler passiert: In einem Satz wurde die Putschregierung in Kiew als "faschistisch" bezeichnet. Tatsächlich handelt es sich bei der Regierung aus Vaterlandspartei, Svoboda-Partei und parteilosen Regierungsmitgliedern aus den Reihen der rückschrittliche und teilweise rechtsradikalen Maidan-Bewegung um ein Bündnis aus besonders reaktionären Neoliberalen, die den EU-freundlichen Oligarch*innen nahestehen und Faschist*innen. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Am 2.5. wurden mindestens 46 Menschen in Odessa von Faschist*innen ermordet. Dies geschah im Anschluss an eine nationalistische Demonstration an der sowohl lokale Hooligans, als auch noch militantere Faschist*innen aus dem ganzen Land teilnahmen. Angemeldet war eine Demonstration zum Fußballstadium der „Chernomorets“ ein nationalistischer Fußballfanclub, die überwiegende Mehrheit der lokalen Fußballfans ging auch dort hin. Sie waren jedoch eine Minderheit der gesamten Demonstration, eine Mehrheit stellten die – mit scharfen Waffen ausgerüsteten – Paramilitärs dar, die nicht für eine friedliche Demonstration gekommen waren. Sie zogen aus um Linke und Antifaschist*innen zu terrorisieren.

 

Die Polizei hätte die wenigen Tausend Faschist*innen vermutlich kontrollieren können – wenn sie nicht stattdessen alle ihre Kräfte um das Innenministerium postiert hätte um es zu bewachen.
Als klar wurde, dass es nicht bei der angemeldeten friedlichen Demonstration bleiben würde, stellten sich einige Hunderte (200 – 500) Antifaschist*innen von der lokalen Selbstverteidigungsmiliz in Odessa der faschistischen Demonstration bewaffnet in den Weg, es wurden Steine und Flaschen geworfen, beide Seiten schossen auch mit scharfer Munition und verwundeten einige Menschen.

Die Faschist*innen zogen weiter, zum Protestcamp gegen die Regierung in Kiev. Dort hatten sich gerade etwa 200 Menschen versammelt, antikapitalistische Aktivist*innen von BOROTBA, Antifaschist*innen, aber auch „normale Bürger*innen“, die mit der Regierung unzufrieden sind. Die meisten Aktivist*innen dort waren nicht auf einen Kampf vorbereitet. Sie flüchteten vor dem faschistischen Angriff in ein Gewerkschaftsgebäude, das von den Faschist*innen mit Molotov-Cocktails in Brand gesetzt wurde. Dies geschah klar in der Absicht die Gegener*innen des Regimes zu ermorden, auf Videoaufnahmen ist ganz deutlich „Stirb! Stirb!“ zu hören. Diejenigen, die versuchten sich mit einem Sprung aus einem der höher gelegenen Fenster zu retten wurden anscheinend erschossen oder zu Tode geprügelt. Einigen gelang es zwar zu entkommen, dennoch sind mindestens 46 Menschen bei diesem Mord ums Leben gekommen.

Während wir den die Ereignisse aus zahlreichen Videoaufnahmen und Augenzeugenberichten kennen (wir stehen unter anderem mit der Organisation BOROTBA in Kontakt, die sicherlich keine von Russland geförderte Kraft ist), tun die österreichischen Medien – ebenso wie die Medien in der ganzen EU – so, als könnte man nicht genau sagen was passiert sei und wer für dieses Verbrechen schuld trägt.

Für Antifaschist*innen muss der Fokus heute auf zwei Aufgaben liegen: Der Medienhetze gegen die Antifaschist*innen in Süd- und Ostukraine die Wahrheit entgegenzustellen und in internationaler Solidarität gegen die immer größer werdende Gefahr des Faschismus zusammen zu kämpfen.



Auf ihren sozialen Netzwerken verbeiten
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Mai 2014 um 18:25 Uhr  

REVOLUTION-Treffen

Nächste Termine

Unsere Treffen finden an jedem Freitag ab 18:00, im Amerlinghaus, Raum 4, erreichbar mit U2/U3 - Station Volkstheater (Stiftgasse 8, 1070 Wien), statt.

 

In den Newsletter eintragen!