Baltimore: Rebellion ist gerechtfertigt

Baltimore im Jahre 2015. Ein Junger Mann, afroamerikanischer Abstammung, versucht der polizeilichen Repression zu entgehen. Freddie Gray, 25 Jahre alt, hält sich am Morgen des 12. April auf einer Straße in Sandtown-Winchester auf, einem Stadtteil Baltimores. Er sieht einen sich ihm nähernden Polizeiwagen. Das sollte eigentlich kein Grund sein, sich fürchten zu müssen. Aber in einem so kaputten System, wie es der Kapitalismus in Baltimore geschaffen hat, kann Freddie nur eines: Weglaufen. Recht hat hier nur, wer es sich leisten kann, also wer reich ist oder der weißen Bevölkerung angehört, die mit gerade mal 28 Prozent Bevölkerungsanteil in der Lage ist, die Mehrheit zu dominieren. Freddie wird von der Polizei zu Boden gebracht und misshandelt. Nur eine Woche nach dem Angriff, am 19.04.2015, erliegt er seinen Verletzungen.

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Jemen: Stoppt die Invasion!

Eine Militärallianz unter der Führung eines Staates, in dem Frauenrechte nichts gelten, Homosexualität mit dem Tod bestraft werden kann und ein absolutistischer König herrscht, greift ein anderes Land an, um seine autoritäre Marionettenregierung zu stützen. Wer sich dabei denken würde, dass der Westen das verurteilen oder sanktionieren würde ist weit gefehlt. Denn Geopolitik ist wichtiger als Demokratie und Freiheit für den „demokratischen“ Westen. Im Interesse der Wirtschaft wird mal schnell darüber hinweg gesehen, dass Saudi Arabien nicht einmal den Anspruch an sich selbst stell eine Demokratie zu sein. Auch die anderen Regime die sich an der Operation „Decisive Storm“ beteiligen (Ägypten, Sudan, Jordanien, Qatar, die vereinigten arabischen Emirate, Bahrain, Kuwait, Marokko) sind nicht für ihre Liebe zur Demokratie und freien Meinungsäußerung bekannt. Zusammengefasst: Der Angriff auf den Jemen dient nicht der Stabilisierung oder der Erzwingung demokratischer Wahlergebnisse. Die Mächte, die in der Region die engsten Verbündeten der westlichen Imperialist*innen und besonders der USA sind, nehmen einen militärischen Machtwechsel ganz nach dem Vorbild der westlichen Kriegstreiber*innen vor.

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Ernst Kirchweger – Kein Vergeben, kein Vergessen!

Heute vor 50 Jahren erlag der Antifaschist und Widerstandskämpfer Ernst Kirchweger seinen Verletzungen. Zwei Tage zuvor wurde er von einem Burschenschafter und Mitglied des RFS (Ring Freiheitlicher Studenten) Günther Kümel auf einer antifaschistischen Demonstration todgeprügelt. Der glühende Antifaschist und Widerstandskämpfer überlebte die illegale Arbeit während des zweiten Weltkriegs und des Nationalsozialismus um in den Straßen Wiens 1965 durch einen Faschisten sein Leben zu verlieren.

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Der Weg in den Februar…

Es gibt Teile der Geschichte über die man eigentlich relativ wenig im Geschichtsunterricht lernt. Und wenn man sie durchnimmt bekommt man meistens ein sehr verfälschtes Bild, obwohl sie Teil unserer alltäglichen Umgebung sind. Hast du dich zum Beispiel schon mal gefragt wieso der Karl Marx Hof Einschusslöcher auf den Wänden hat? Die kommen aus den Februarkämpfen 1934, als sich viele entschlossene Arbeiter und Arbeiterinnen mit Waffen in der Hand gegen den Austrofaschismus unter Dollfuß zur Wehr setzten.

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Statement zu Griechenland: Druck der Straße statt Komfort der Minister*innensessel

Statement von REVOLUTION   Die Parlamentswahlen in Griechenland am 25.1.2015 haben wie erwartet die linksreformistische SYRIZA an die Spitze der Mandatsverteilung gebracht. Die enormen Stimmengewinne von fast 10 Prozentpunkten auf 36,3 % und die Tatsache, dass 2,25 Millionen Menschen für die Partei unter Alexis Tsipras gestimmt haben sprechen für sich. Sie sind ein Ausdruck für die breite Unzufriedenheit der Bevölkerung mit der Sparkursregierung aus Nea Demokratia (Konservative) und PASOK (“Sozialdemokrat*innen“). Sie zeigen, welche Hoffnungen die griechischen Arbeiter*innen und Jugendlichen nach den Platzbesetzungen, den militanten Bewegungen und den 30 Generalstreiks der letzten vier Jahre in eine linke Alternative haben. Aber wie zu erwarten wendet sich das Programm von SYRIZA das klar reformistisch und nicht antikapitalistisch ist gegen ihre eigene Basis – und das bereits am ersten Tag der Wahl. Tsipras bot am Morgen des 26.1. der rechtspopulistischen und rassistisch durchsetzten ANEL (auf Deutsch „Unabhängige Griechen“) die Koalition an.

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Solidarität mit Rojava! Waffen für die YPG/YPJ!

Wir von REVOLUTION unterstützen die Kampagne „Waffen für Rojava“, die unter anderem von unseren deutschen Genoss*innen mitinitiiert wurde. Aktuelles Spendenkonto: Empfänger: MD IBAN: DE98 5005 0201 1243 1674 49 BIC: HELADEF1822 Im Folgenden veröffentlichen wir den Aufruf der NAO: Solidarität mit Rojava! Waffen für die YPG/YPJ! Seit Wochen führt die Bevölkerung Rojavas, der selbstverwalteten kurdischen Kantone in Syrien, einen heroischen Kampf auf Leben und Tod gegen die Kräfte des „Islamischen Staates“ (IS, vormals ISIS). Hunderttausende mussten fliehen und müssen unter menschenunwürdigen Bedingungen zusehen, wie die Bevölkerung von Kobanê und deren Selbstverteidigungskräfte YGP und der Frauenverteidigungskräfte YPJ trotz waffentechnischer Unterlegenheit Widerstand leistet.

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Sexismus an der Schule

Sexismus ist Diskriminierung aufgrund des Geschlechtes, hauptsächlich Frauen betreffend. Das kann von sexueller Belästigung auf der Straße über sexistische Bemerkungen in der Schule bis hin zu physischer Gewalt in der Familie gehen. Sexismus ist überall und betrifft jede Frau – manche sogar um ein vielfaches stärker, wie zum Beispiel „women of colour“ und Migrantinnen oder Frauen die lesbisch sind oder deren Sexualität generell nicht der gesellschaftlichen „Normvorstellung“ entspricht. Sexismus äußert sich auf verschiedene Arten. Im Beruf verdienen Frauen zumeist weniger Geld als Männer die dieselbe Arbeit verrichten, in Österreich sogar um rund ein Viertel bis Drittel weniger. Das hat aber nichts mit mangelnder Qualifikation oder Ausbildung zu tun, genauso wenig wie weit verbreitete sexistische Vorurteile etwas mit biologischen Unterschieden zwischen Frauen und Männern zu tun haben. Diese Vorurteile und die bestehende Ungleichheit sind nur da und werden uns immer wieder neu eingetrichtert und vorgelebt weil sie für einige Menschen profitabel sind. Bosse schlagen aus Sexismus und der Diskriminierung einer Hälfte der Bevölkerung Gewinn indem sie Frauen z.B. weniger Gehalt zahlen müssen.

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Gegen jeden Antisemitismus!

Während in Palästina israelische Truppen mit Luftangriffen, Artilleriebeschuss und einer Bodenoffensive die arabisch-palästinensische Zivilbevölkerung terrorisiert formiert sich weltweit der Widerstand gegen den Krieg. Bei dem Vorgehen der israelischen Armee in der Westbank waren 350 Menschen verhaftet worden, viele davon gerade erst freigelassene politische Gefangene aus der antiisraelischen Opposition. Der staatliche Terror im Gaza-Streifen hat bis zum 22.7. über 400 Todesopfer, davon laut UNO 80 % Zivilist_innen, gefordert. Rassist_innen, Antideutsche und pro-israelische Kriegshetzer_innen versuchen den Protest gegen den Krieg zu verdammen, indem sie alle Kritik an der israelischen Politik als antisemitisch darstellen – und die bürgerlichen Medien, wie Österreich, Heute und „Krone“ schlagen in dieselbe Kerbe. Auch die Solidaritätsdemonstration wurde als „Hassdemo“ und „antisemitisch“ (Tageszeitung Österreich) beschimpft. Aber auch wenn diese Hetze der Bürgerlichen leicht durchschaubar ist, ist es wichtig gerade jetzt für eine fortschrittliche, antirassistische und tatsächlich solidarische Solidaritätsbewegung zu kämpfen.

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Ist Israel ein Apartheidstaat?

Auch im Sommer 2014 bombardiert die israelischen Armee IDF wieder den palästinensischen Gaza-Streifen und bereitet eine Bodenoffensive vor, nachdem sie in der ebenfalls palästinensischen Westbank mit Überfällen, Hausdurchsuchungen, Verhaftungen und mehreren Morden für Angst und Schrecken gesorgt hat. Die Todesopfer und Verletzten sind mehrheitlich Zivilist*innen, unter den angegriffenen Zielen sind Schulen des UN-Hilfswerk UNRWA, es handelt sich also weniger um Militäraktionen als um eine Terrorkampagne. Das israelische Vorgehen wird nur vorgeblich mit dem Mord an drei israelischen Jugendlichen oder dem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen begründet. Er richtet sich ganz offensichtlich gegen das Bündnis der kleinbürgerlichen palästinensischen Organisationen Hamas und Fatah, das die israelische Regierung zerschlagen soll. Aber warum führt Israel seit seiner Gründung immer wieder Krieg gegen die palästinensische Bevölkerung?

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Menschenverachtung mit System: Obdachlosigkeit im Kapitalismus

Die kapitalistische Gesellschaft tritt gerne die Leute, denen es am schlechtesten geht. So gehen gerade im Internet Fotos von Vorrichtungen um,die Stacheln am Boden zeigen, die Obdachlose von Orten fernhalten sollen, wo sie schlafen könnten. Diese Einrichtungen wirken auf widerliche ,Weise wie die Stacheln die Tauben von Fenstergeländern verscheuchen. Obdachlosigkeit als soziales Problem soll damit nicht bekämpft werden, nein! Es geht nur darum die Betroffenen zu vertreiben, damit die Spießbürger*innen sie nicht mehr sehen müssen oder daran erinnert werden, dass wir in einem wirtschaftlichen System leben das so viele Menschen auf die Straße zwingt und ihnen jegliche Möglichkeit einer menschenwürdigen Existenz nimmt. Neu sind diese Vorrichtungen wie sie vor TESCO-Filialen in London und unter Brücken in China abgebildet wurden jedoch nicht. Schon seit einigen Jahren informieren NGOs über immer mehr ähnliche Installationen.

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Polizeigewalt, Repression und Kriminalisierung

Die Polizeigewalt, die am Samstag Sitzblockierende, Demonstrant*innen und am Heimweg befindliche Antifaschist*innen traf hat für einen Aufschrei gesorgt. Nicht nur aktive Aktivist*innen, sondern auch die zivilgesellschaftliche Linke, die sich von radikalen Aktionen sonst so schnell wie möglich distanziert und sogar bürgerliche Medien wie Standard oder Kurier stellten die Frage, wie solche Übergriffe möglich waren. Dabei stellen die Prügelexzesse am Samstag nur den bisherigen Höhepunkt einer Entwicklung dar, nachdem die Polizei bei einem Schüler*innenstreik im Dezember 2013 mit Hundestaffel und WEGA-Einheiten in die Menge prügelte und bei den Protesten gegen den Akademikerball in großräumigen Kesseln Pfefferspray und Schläge ins Gesicht verteilte wie ein zu spät gekommener Weihnachtsmann. Fakt ist: Die Polizei, der bewaffnete Arm des kapitalistischen Unterdrückungssystems, hat in Österreich zum Angriff gegen Antifaschist*innen und fortschrittliche Kräfte geblasen. Wie wir diesen Angriff abwehren können und welche die Rolle die Polizei in diesem System spielt, müssen wir verstehen, wenn wir nicht ungeschützt getroffen werden wollen.

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