Antirassistische Demonstration in Liesing

Anlässlich einer FPÖ Kundgebung gegen ein Flüchtlingsheim, organisierten die Plattform für eine menschliche Asylpolitik und das Bündnis Offensive gegen Rechts eine Gegendemonstration in Liesing. Allein die Anreise war nicht unrisikoreich. Mit einer einzigen S-Bahn Verbindung müssen notgedrungen, Antirassist*innen sowie Rechte dieselben Anreisemitttel wählen. Jedoch verlief die ursprüngliche Demonstration friedlich. Als wir uns dann bei unserem Kundgebungspunkt eingefunden hatten, dauerte es noch ein wenig bis die FPÖ-Kundgebung anfing. Einige Anreiner*innen unterstützten die Demonstration mit selbstgebasteltem Banner und Plakaten, die sie aus ihren Fenster hingen und unsere Parolen mitriefen. Um 18h läuteten die Kirchenglocken 5 Minuten lang um die Rechte Hetze zu übertönen und die auch Volkshochschule lies ein Banner gegen diese Kundgebung herunterhängen.

Ungefähr 2000 Menschen boten der FPÖ an diesem Montagnachmittag die Stirn. Symbolisch, zwischen der Rechten Kundgebung und dem Asylheim, für ein solidarisches Miteinander.

Die Beteiligung auf Seiten der FPÖ hielt sich jedoch in Grenzen. Dem Anspruch der „Großdemonstration“, der noch im vor ein paar Wochen lauthals verkündet wurde, könnte die FPÖ-Kundgebung bei weitem nicht erfüllen. Norbert Hofer, trotz ursprünglicher Zusagen, war an diesem Abend nicht auf der Rednerliste, jedoch konnten andere Prominente Redner wie Johann Gudenus oder HC Strache mit Hirngespinsten von „Staatlichen Schlepperorganisationen“ und einem Dank an Viktor Orban, begeistern.

Schlussendlich wurde die Kundgebung aufgelöst, aber natürlich nicht ohne, dass einige faschistisch angehauchte Menschen noch Radau machen mussten. Unter den Rechten gab es einige Verhaftungen, auch bei der Abreise mit der S-Bahn kam es zu Wortgefechten und Pöbeleien mit einige (alkoholisierten) Neonazis.

Trotz des beunruhigenden Trends, dass die FPÖ à la AFD bzw. Pegida, versucht ihre Macht auf der Straße weiterauszubreiten, waren ´wir immer noch mehr und immer noch lauter. Das einzige richtige ist es die FPÖ, wo immer sie auch auf der Straße Macht zeigen möchte, zu konfrontieren und ihre menschenverachtende Hetze nicht unbeantwortet zu lassen. Aber nicht nur wenn die FPÖ auf die Straße geht müssen wir aktiv sein, auch nächste Woche gibt es eine Großdemonstration in Solidarität mit den Geflüchteten, 13h am Karlsplatz. Lasst uns auch dort zeigen, was wir nicht nur von der FPÖ, sondern auch von der menschenverachtenden Politik der SPÖ-ÖVP Bundesregierung halten.

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