#metoo und Causa Pilz

Wenngleich die Tatsache, dass die Film- und Unterhaltungsindustrie, allen voran Hollywood, nicht gerade die fortschrittlichste Branche ist, keine große Überraschung darstellt, waren die Enthüllungen um den Filmproduzenten Harvey Weinstein doch erschütternd, wenn man bedenkt in welchem Ausmaß Weinstein Frauen über Jahrzehnte hinweg belästigte, zu sexuellen Handlungen nötigte oder gar vergewaltigte. Doch Harvey Weinstein ist längst kein Einzelfall, vielmehr ist es der traurige Alltag, dass Frauen oftmals mit sexuellen Grenzüberschreitungen konfrontiert sind.

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Queer Theory

Sexismus ist ein ernsthaftes gesellschaftliches Problem und historisch gesehen auch eines der ersten menschlichen Unterdrückungsverhältnisse. Die Bewegung für die Gleichstellung aller Geschlechter und das Verhindern von Frauenfeindlichkeit an sich findet unter dem Wort: „Feminismus“ einen allseits bekannten, wenn auch oft nicht allzu beliebten, Kampfbegriff. Allein bei der Aussage: „Ich bin Feminist*in“ kommt es rasch beim Gegenüber zu Verzweiflungsausbrüchen. Wieso denn immer dieser Fokus auf Frauen, Männer seien doch auch unterdrückt oder, die berechtigtere Kritik, dass andere Menschen mit nicht binären (also sich weder als männlich noch als weiblich definierende Leute) Geschlechtsidentitäten auch enorme Probleme hätten und dieser oben genannte Kampfbegriff sie nicht inkludiere.

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Gemeinsamer Kampf – Frauen gehören in die Revolution

Dieser Artikel wurde in der REVOLUTION-Zeitung 05/2015 veröffentlicht Im nächsten Jahr soll es in Österreich eine Strafrechtsreform geben. Im Zuge dessen war vorgesehen, einen Paragraphen aufzunehmen, der „Pograpschen und andere sexuelle Übergriffe“ strafrechtlich verfolgbar machen sollte. Die aktuelle Rechtslage sieht wie folgt aus: Nur das direkte Berühren der Geschlechtsorgane (einer Frau von Vorne in den Schritt greifen) ist strafrechtlich verfolgbar. „Flüchtige Berührungen“ sind nicht strafbar, wären auch im neuen Gesetzesentwurf nicht strafbar gewesen, man müsse schon „eine Zeit lang mit der Hand am Po bleiben”. Der Entwurf für den Paragraphen wurde abgelehnt.

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